Verstecken - Versteckspiel

Verstecken ist ein Klassiker unter den Geburtstagsspielen. Eigentlich gibt es nichts zu erklären, die Spielegeln sind klar: Einer muss Suchen und alle anderen Mitspieler verstecken sich. Aber wusstest Du, dass es viele verschiedene Varianten des Versteckspiels gibt? Je nachdem, ob Ihr es draußen oder drinnen spielen wollte, gibt es viele Abwandlungen vom Verstecken.

Verstecken gehört wohl mit Abstand zu den bekanntesten Spiele-Klassikern, die jeder in seinem Leben bereits einmal gespielt hat. Dabei handelt es sich um ein auf der ganzen Welt beliebtes Kinderspiel, bei dem es darum geht, denjenigen, der sich versteckt auch zu finden. Allein in Deutschland ist das Verstecken dabei mit den verschiedensten Begriffen betitelt, so wie zum Beispiel mit Versteckerles (Fränkisch), Afklatschen (Plattdeutsch), Versteckiziss oder auch mit Verstecksdi (Bayrisch).


Damit Verstecken gut gespielt werden kann, ist in erster Instanz natürlich ein möglichst günstiges Spielfeld von Nöten. Hierbei eignet sich wohl am besten ein im Freien liegender, großflächiger Spielbereich, der zudem die notwendigen Möglichkeiten zum Verstecken bietet. Idealerweise befindet sich das Mal, an dem sich zu Beginn alle Kinder versammeln, relativ zentral innerhalb des Spielfeldes und ist von allen Seiten gut zu erreichen. Dazu wird häufig ein Baum verwendet.

Zunächst muss eines der Kinder ausgewählt werden, das die anderen suchen soll. Damit sich der Rest der Kinder verstecken kann, dreht es sich nun mit dem Gesicht zum Baum, schließt die Augen und fängt an, zu zählen (es kann vorher bestimmt werden, bis zu welcher Zahl gezählt werden muss). Oftmals tritt an die Stelle des Zählens auch der Gebrauch von bestimmten Reimen. Die beliebtesten darunter sind die Folgenden:

' Eins, zwei, drei vier Eckstein, alles muss versteckt sein. Hinter mir und vorder mir gilt es nicht, und an beiden Seiten nicht! Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht neun, zehn -ich komme!'

bzw.

' Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein. 1 - 2 - 3 ich komme!'

Ist das suchende Kind bei der letzten Zahl angekommen oder hat seinen Reim beendet, müssen alle anderen ihr Versteck gefunden haben und sich von nun an so ruhig wie möglich verhalten, um nicht aufzufallen. Die Suche kann beginnen.

Wird ein verstecktes Kind aufgespürt, gibt es je nach Variante und Region verschiedene Möglichkeiten. So kann es ausreichen, laut den Namen des jeweiligen Kindes sowie sein Versteck zu rufen, es kommt aber auch vor, dass das suchende Kind in diesem Fall zurück zum Ausgangspunkt laufen und das Mal anschlagen muss, um das versteckte Kind 'gefangen' zu nehmen. Als Strafe wird unter diesen Kindern dann in der nächsten Runde der neue Sucher bestimmt.

Diejenigen Kinder, denen es weiterhin gelungen ist, sich versteckt zu halten, versuchen in der Zwischenzeit, unbemerkt bis zum Zählmal vorzudringen und es anzuschlagen. Schaffen sie dies, sind sie 'frei' und können nicht mehr gefangen werden. Sind alle Kinder gefunden oder haben das Mal erreicht, ist die Runde beendet.

Verstecken Spielvariationen

Da Verstecken auf der ganzen Welt ein Begriff ist, gibt es natürlich auch zahlreichen Variationen der Regeln und Bedingungen. So können beispielsweise von Runde zu Runde immer Ausnahmen definiert werden, die bestimmte Verstecke verbieten. In anderen Fällen wiederum ist es dagegen nicht zulässig, wenn sich mehrere Kinder am gleichen Ort verstecken. Einige speziellere Varianten seien hier nun noch aufgeführt, wobei kein Anspruch auf Vollständigkeit besteht.

1,2,3

Wie beim 'normalen' Versteckspiel gilt es für den Suchenden hier, so schnell wie möglich zum Mal zurück zu kehren, sobald er ein verstecktes Kind entdeckt hat. Dort angekommen, muss er es dreimal anschlagen und laut '1, 2, 3' sowie den Namen des entsprechenden Kindes rufen. Das Kind, das in seinem Versteck sitzt, ist gleichzeitig dazu angehalten nun ebenfalls so schnell wie möglich das Mal zu erreichen - am besten noch vor dem suchenden Kind - und laut '1, 2, 3' und den eigenen Namen zu rufen. Je nachdem, wer von beiden dabei am schnellsten ist, ist das Kind gefangen oder frei.

Wird eines der Kinder bis zum Schluss nicht gefunden, tritt hier noch eine weitere Abwandlung in Kraft. Es wird nun verabredet, dass alle mitsuchen. Hat ein Kind das noch versteckte Kind gefunden, nimmt es dies nicht etwa gefangen, sondern versteckt sich mit ihm an der gleichen Stelle. Die versteckten Teilnehmer bilden so nach und nach eine Gruppe, bis am Ende nur noch ein Kind alle anderen sucht.

A-Zerlatschen

Beim A-Zerlatschen teilen sich die spielenden Kinder in die Gruppe der Suchenden und in die Gruppe derjenigen, die sich verstecken, auf. Jetzt bastelt die Sucher-Gruppe aus Ästen und Zweigen ein großes A auf dem Boden und bewacht dieses. Wird nun ein Mitglied der Verstecker-Gruppe entdeckt, kann es isoliert werden, indem sein Name von einem Suchenden in unmittelbarer Nähe des A?s laut gerufen wird. Das isolierte Kind muss sich jetzt ebenfalls nahe an das A begeben und dort vorerst bleiben. Die restlichen Verstecker haben jedoch die Möglichkeit, ihr gefangenes Mitglied aus der Isolierung zu befreien, indem sie das A 'zerlatschen', d.h. die Äste und Zweige möglichst weit auseinander trampeln. Während die Sucher das A anschließend wieder zusammen basteln, haben die Verstecker Zeit, sich erneut zu verstecken.

Alle frei

Diese Verstecken-Variante ist eher im süddeutschen Raum verbreitet. Es werden mindestens 2 Mitspieler benötigt, allerdings ist der Zahl nach oben hin keine Begrenzung gesetzt. Der ausgeloste Sucher muss zunächst an einem bestimmten Abschlag- und Zählort bis 30 zählen, während sich die restlichen Spieler auf dem Spielfeld verstecken. Beginnt der Sucher, die anderen zu suchen und findet eines der Kinder, rennt er sofort zum Abschlagort zurück und ruft dessen Namen sowie 'ab'. Ist der Sucher dabei noch weit vom Abschlagort entfernt, kann ein anderes verstecktes Kind hervorkommen, selbst hinlaufen und seinen Namen sowie 'frei' rufen. Ist davor bereits ein Kind für 'ab' erklärt worden, kann ein verstecktes Kind hervorkommen und 'alle frei' rufen. Damit sind alle Kinder befreit, die vorher schon 'ab' waren. Sind alle Kinder frei, muss der Sucher erneut zählen.

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